Social and Green IT trifft auf Arbeitsmarkt- und Digitalpolitik: Einblicke in den Besuch bei AfB

Fünf Bundestagsabgeordnete besuchen AfB. Stephanie Aeffner, Corinna Rueffer, Beate Müller-Gemmeke, Tabea Rößner und Tobias Bacherle.

Ende November 2023 besuchten fünf Bundestagsabgeordnete die Zentrale des Inklusionsunternehmens AfB in Ettlingen, um sich ein Bild von der Verbindung von IT-Refurbishing, Nachhaltigkeit und Inklusion zu machen. Der Besuch bot nicht nur spannende Einblicke in die Wertschöpfungskette von AfB, sondern auch unerwartete Begegnungen mit den Mitarbeitenden vor Ort.

Einblicke in die IT-Wiederaufbereitung und gelebte Inklusion

AfB, Europas größtes gemeinnütziges IT-Unternehmen, hat sich auf die nachhaltige Aufbereitung gebrauchter IT-Geräte spezialisiert. Mit einem Team, das zu fast 50 % aus Menschen mit Schwerbehinderung besteht, vereint das Unternehmen ökologische und soziale Ziele. Die Abgeordneten Beate Müller-Gemmeke, Stephanie Aeffner, Tabea Rößner, Corinna Rüffer und Tobias Bacherle konnten während ihres Besuchs den gesamten Prozess der Wiederaufbereitung kennenlernen – von der zertifizierten Datenlöschung bis hin zur Reparatur und dem Verkauf der Geräte.

Besonders beeindruckend war der persönliche Austausch mit den Mitarbeitenden. Peter Wild, ein Mitarbeiter in der Datenlöschung, begrüßte Stephanie Aeffner herzlich – eine Begegnung, die zeigt, wie stark das Thema Inklusion auch im Alltag verankert ist. „Praxisnah zu erleben, wofür man Tag für Tag auf politischer Ebene arbeitet, ist wirklich sehr wertvoll“, so Aeffner.

Politik trifft Praxis: Herausforderungen und Chancen

Ein zentrales Thema des Besuchs war das „Recht auf Reparatur“, das auf EU-Ebene beschlossen wurde und nun in Deutschland umgesetzt werden soll. Tabea Rößner betonte die Bedeutung solcher Maßnahmen für die Kreislaufwirtschaft und konnte an einer Werkbank selbst erleben, wo technische Herausforderungen bei der Reparierbarkeit von Geräten liegen. „Es wurde mir vor Augen geführt, an welchen Punkten politisch nachgebessert werden muss“, erklärte sie.

Auch die Grenzen des IT-Refurbishments wurden diskutiert. AfB-Geschäftsführer Daniel Büchle und Kai Keune erläuterten den Abgeordneten, welche politischen Rahmenbedingungen notwendig sind, um die Wiederverwendbarkeit von Geräten weiter zu fördern. Themen wie standardisierte Ersatzteile oder verbesserte Zugänglichkeit von Komponenten standen dabei im Fokus.

Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung als Erfolgsmodell

AfB zeigt eindrucksvoll, wie sich wirtschaftlicher Erfolg mit ökologischen und sozialen Zielen verbinden lässt. Durch die Wiederaufbereitung von IT-Geräten konnte das Unternehmen allein im Jahr 2021 erhebliche Mengen an CO₂-Emissionen sowie Rohstoffen einsparen. Gleichzeitig bietet AfB Menschen mit Behinderung attraktive Arbeitsplätze in einem barrierefreien Umfeld.

Mit ihrem Besuch setzten die Bundestagsabgeordneten ein klares Zeichen für die Bedeutung von Inklusion und Nachhaltigkeit in der Arbeitswelt. Die gesammelten Eindrücke sollen nun in ihre politische Arbeit einfließen – sei es bei der Förderung inklusiver Arbeitsbedingungen oder bei der Weiterentwicklung der Kreislaufwirtschaft.

Fazit: Ein gelungenes Zusammenspiel aus sozialer Verantwortung und Digitalisierung

Der Besuch bei AfB verdeutlichte, wie Unternehmen durch innovative Ansätze nicht nur ökologische Ziele erreichen können, sondern auch gesellschaftliche Verantwortung übernehmen. Das Treffen bot wertvolle Impulse für eine zukunftsorientierte Arbeitsmarkt- und Digitalpolitik – ein Schritt hin zu einer nachhaltigeren und inklusiveren Gesellschaft.